Vergleich
Stundenzettel im Vergleich: Papier, Excel oder App?
Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung schreibt keine Form vor. Papier, Excel und App sind erlaubt. Die Frage ist also nicht, was zulässig ist, sondern was in Ihrem Betrieb funktioniert – und was es wirklich kostet, wenn man die Zeit im Büro mitrechnet.
- Von Johann Mauersberger
- Stand:
- 4 Min. Lesezeit
Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
- Alle drei Formen sind derzeit rechtlich zulässig, solange die Aufzeichnung vollständig, zeitnah und verlässlich ist. Ein Referentenentwurf vom Juni 2026 sieht eine elektronische Pflicht vor, mit Ausnahme für Betriebe bis zehn Beschäftigte.
- Papier ist für ein bis drei Mitarbeiter mit festen Arbeitszeiten vertretbar. Es scheitert an Nachträgen aus dem Gedächtnis, am Abtippen und an nachvollziehbaren Korrekturen.
- Excel spart das Abtippen nur, wenn die Mitarbeiter selbst eintragen. Feiertage, Arbeitszeitmodelle und Korrekturprotokoll müssen von Hand gebaut und gepflegt werden.
- Eine App lohnt sich, sobald Mitarbeiter an wechselnden Orten arbeiten, ein Stundenkonto geführt wird oder die Pausen- und Ruhezeitregeln geprüft werden sollen.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Papier | Excel | App |
|---|---|---|---|
| Rechtlich zulässig (Stand 2026) | Ja | Ja | Ja |
| Erfassung am Tag der Arbeit | Möglich, in der Praxis oft Freitag | Nur mit Laptop oder Handy-Excel | Ja, per Stempeluhr |
| Aufwand im Büro | Hoch: abtippen, entziffern, nachfragen | Mittel: zusammenführen, prüfen | Gering: prüfen und exportieren |
| Stundenkonto | Von Hand rechnen | Formeln selbst bauen | Automatisch |
| Feiertage und Arbeitszeitmodelle | Von Hand | Von Hand, fehleranfällig | Hinterlegt |
| Nachvollziehbare Korrekturen | Durchstreichen | Überschreiben ohne Spur | Mit Grund und Protokoll |
| Prüfung von Pausen und Ruhezeit | Nein | Nur mit eigenen Formeln | Automatisch |
| Mitarbeiter sehen ihr Konto | Nein | Nur mit Zugriff auf die Datei | Jederzeit |
| Kosten | Druck und Zeit | Lizenz und Zeit | Monatlicher Beitrag |
Papier: einfach, bis es nicht mehr einfach ist
Der Zettel im Fahrzeug braucht keine Einweisung, kein Netz und kein Passwort. Für einen Betrieb mit zwei Mitarbeitern und festen Zeiten ist das ein echtes Argument.
- Vorteil: Jeder kann es, sofort und überall.
- Problem Erinnerung: Zettel werden erfahrungsgemäß am Ende der Woche ausgefüllt. Geschätzte Zeiten sind weder für die Lohnabrechnung noch vor Gericht belastbar.
- Problem Büro: Jeder Zettel wird abgetippt. Bei zehn Mitarbeitern sind das leicht 40 Stunden im Jahr.
- Problem Korrekturen: Durchgestrichen ist nicht nachvollziehbar – wer hat geändert, und warum?
Excel: flexibel, aber Sie bauen alles selbst
Excel ist der natürliche nächste Schritt, und eine gut gebaute Tabelle kann viel. Der Haken: Jede Regel, die eine App mitbringt, müssen Sie selbst als Formel bauen – und pflegen, wenn sich etwas ändert.
- Vorteil: Vorhanden, flexibel, ohne laufende Zusatzkosten.
- Problem Eingabe: Monteure tragen selten selbst in Excel ein. Meist schreibt doch jemand Zettel ab – dann ist Excel nur ein schöneres Papier.
- Problem Feiertage und Modelle: Wer vier Tage arbeitet, in Teilzeit wechselt oder Urlaub nimmt, bricht jede einfache Formel.
- Problem Nachvollziehbarkeit: Ein überschriebener Wert hinterlässt keine Spur. Das widerspricht dem Gedanken einer verlässlichen Aufzeichnung.
- Problem Wissen: Die Tabelle versteht oft nur der, der sie gebaut hat.
App: Erfassung dort, wo gearbeitet wird
Eine Zeiterfassungs-App verlegt die Aufzeichnung auf das Smartphone des Monteurs. Er stempelt beim Losfahren ein und beim Feierabend aus, die Pause läuft per Knopf mit. Das Büro sieht die Zeiten am selben Tag.
- Vorteil: taggleich, nichts abzutippen, Stundenkonto und gesetzliche Prüfungen automatisch.
- Vorteil: Mitarbeiter sehen ihre eigenen Stunden – das beendet viele Diskussionen, bevor sie entstehen.
- Aufwand: Einführung, Smartphones für alle, ein monatlicher Beitrag.
- Risiko: Eine App, die zu kompliziert ist, wird nicht benutzt. Testen Sie mit Ihren Leuten, nicht nur im Büro.
Wenn Sie bei Papier oder Excel bleiben: fünf Regeln
Wer bei Papier oder Excel bleibt, kann die typischen Schwächen zumindest eindämmen. Diese Regeln machen die Aufzeichnung deutlich belastbarer:
- Täglich ausfüllen, nicht wöchentlich. Legen Sie fest, dass der Zettel am Ende jedes Arbeitstags vollständig ist – mit Beginn, Ende und Pause.
- Mitarbeiter unterschreiben lassen. Eine Unterschrift unter der Woche macht aus einer Notiz eine Bestätigung.
- Korrekturen sichtbar lassen. Auf Papier durchstreichen statt überschreiben, mit Datum und Kürzel. In Excel ein eigenes Blatt „Änderungen“ mit Datum, altem Wert, neuem Wert und Grund führen.
- Feiertage und Soll zentral pflegen. Ein Blatt mit den Feiertagen des Bundeslandes und der Sollzeit je Mitarbeiter, auf das alle Formeln verweisen – nicht in jede Monatstabelle neu eintippen.
- Zwei Jahre aufbewahren, geordnet. Ein Ordner oder Verzeichnis pro Jahr und Mitarbeiter. Bei einer Prüfung müssen Sie die Aufzeichnungen zügig vorlegen können.
Was es wirklich kostet
Ein Rechenbeispiel für einen Betrieb mit acht Mitarbeitern. Angenommen wird, dass das Büro pro Mitarbeiter und Woche fünf Minuten mit Abtippen und Nachfragen verbringt, die bei einer App wegfallen:
| Posten | Papier oder Excel | App |
|---|---|---|
| Bürozeit pro Jahr | 8 × 5 Min. × 52 Wochen ≈ 35 Stunden | Prüfen und Exportieren, wenige Stunden |
| Bei 40 € interner Stundenkostensatz | ≈ 1.400 € | – |
| Laufende Kosten am Beispiel Werki | – | Basis-Version 99,99 € + Zeiterfassung 45 € je Nutzer und Jahr, netto |
Nicht eingerechnet sind vergessene Stunden, die nicht abgerechnet werden, und der Aufwand, wenn bei einer Prüfung Aufzeichnungen fehlen. Ihre eigenen Zahlen rechnen Sie im Preisrechner nach.
Werki
Wie Werki dabei hilft
Werki verbindet die Zeiterfassung mit dem, was der Monteur ohnehin jeden Tag öffnet: seinen Terminen und Rapporten. Die Stempeluhr liegt auf der Startseite, Pausen laufen per Knopf mit, Korrekturen brauchen einen Grund, und Werki prüft Pausen, Höchstarbeitszeit und Ruhezeiten selbst. Der Monatsexport geht als CSV an die Lohnbuchhaltung.
Werki läuft im Browser ohne App-Store und lässt sich in der Live-Demo mit einem eingerichteten Beispielbetrieb ausprobieren, bevor Sie sich entscheiden.
Etwas veraltet oder unklar? Schreiben Sie uns an info@werki-app.de.
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